1. Tag (So., 04.04.2027): Flug Frankfurt – Bari, Transfer nach Mattinata
Mittags Flug von Frankfurt über Rom zum Flughafen Karol Wojtyla (Johannes Paul II.) in Bari, anschließend Fahrt mit unserem Bus entlang der Adriaküste in nördlicher Richtung bis zu unserem Hotel, das der Ausgangspunkt für die ersten 4 Exkursionstage sein wird. Mit den aktuell geplanten Flügen haben wir genügend Zeit, um schon auf dieser Fahrt erste Stopps an Orchideen-Standorten einzulegen. Beim Abendessen im Hotel erstes Briefing zum weiteren Exkursionsverlauf. (A)
Fünf Übernachtungen im Raum Mattinata.
2. – 5. Tag (Mo., 05.04.2027 – Do., 08.04.2027)
Je nach Witterungsverlauf in den Vormonaten kann die Blütenentwicklung unterschiedlich weit fortgeschritten sein, so dass einzelne Arten während unseres Reisezeitraums ggf. noch weitgehend knospig sind oder nur noch die letzten Blüten zeigen. Den genauen Ablauf und die Reihenfolge der Tagesexkursionen werden wir entsprechend den aktuellen Gegebenheiten vor Ort festlegen, um möglichst viele Orchideen in bestmöglichem Blühstatus beobachten zu können. (F, A)
Monte Sacro-Tour:
Nördlich von Mattinata botanisieren wir an der Coppa Rotonda und in verschiedenen Orchideengebieten am Monte Sacro. Hier erwarten wir u.a. Ophrys archipelagi, Op. classica, Op. funerea, Op. pseudomelena und Orchis quadripunctata sowie evtl. Ophrys eleonorae und Op. speculum.
Gargano-Tour:
Wir fahren entlang der Panorama-Küstenstraße bis an die „Spornspitze des italienischen Stiefels“. Bei Vieste liegt ein bekannter Standort der lokalen Unterart Ophrys oestrifera subsp. montis-gargani, die wir zu dieser Zeit schon aufgeblüht antreffen sollten. Danach besuchen wir den Ort Vieste – natürlich den mittelalterlichen Ortskern, nicht den touristischen Küstenstreifen. Je nach Entwicklungsstand der Blüten geht es weiter entlang der Nordküste über Cagnano Varano hinauf zur Coppa di Mezzo auf das Plateau des Gargano mit seinen Beständen von Dactylorhiza romana und D. sambucina sowie Orchis provincialis und Or. quadripunctata. Für die Rückfahrt wählen wir die Route durch den Nationalpark Gargano über den Wallfahrtsort San Giovanni Rotondo und Manfredonia.
Monte Sant’Angelo-Tour:
Im Gebiet westlich von Mattinata suchen wir zuerst verschiedene Standorte bei Monte Sant’Angelo auf, an denen u.a. Anacamptis papilionacea, Ophrys biscutella, Op. promontorii und Neotinea lactea vorkommen. Ein Abstecher führt uns zum Eremitenkloster Santa Maria di Pulsano mit seiner Felsenkirche, bevor wir nach Monte Sant’Angelo für einen Besuch der Michaelsgrotte, dem ältesten Michaelsheiligtum des Abendlandes (UNESCO-Weltkulturerbe), zurückkehren. Danach stehen weitere interessante Standorte am Rande des Foresta Umbra („Dunkler Wald“, ein Naturschutzgebiet mit dichtem Eichen- und Buchenmischwald sowie Pinienwäldern) bei Cassano und San Salvatore auf dem Programm. Dort wollen wir z. B. Neotinea maculata, Orchis pauciflora und evtl. noch Ophrys bilunulata beobachten.
San Giovanni Rotondo-Tour:
Wir starten in südwestlicher Richtung über Manfredonia in die Gegend bei Siponto. Hier findet sich der Locus classicus von Ophrys sipontensis inmitten von Opuntienfeldern. Eine Besichtigung des antiken Siponto ist ein Muss, bevor wir dem Südrand des Gargano weiter ins Landesinnere folgen. An mehreren interessanten Orchideen-Standorten bei San Giovanni Rotondo unterhalb des Monte Calvo und bei Borgo Celano erwarten wir u.a. Ophrys apulica, Op. bertoloniiformis, Op. minipassionis, Op. neglecta und Op. passionis subsp. garganica.
6. Tag (Fr., 09.04.2027): Fahrt nach Alberobello
Heute wechseln wir in unser zweites Standortquartier, das in der Gegend des gut 200 km südöstlich gelegenen Alberobello liegt. Wir brechen früh in Richtung Foggia auf und besuchen zunächst die „Krone Apuliens“, das Castel del Monte. Unser nächster Halt gilt dem Bosco di Pantano bei Gravina, wo wir nach der vielleicht schon aufgeblühten, gebietsendemischen Ophrys gravinensis suchen. Ein weiterer Stopp vor unserer Ankunft im Hotel gilt einem schönen Standort bei der Doline Pulo di Altamura. Hier gibt es Vorkommen von u.a. Ophrys corsica, Op. incubacea, Op. romolinii und Serapias vomeracea. (F, A)
Fünf Übernachtungen im Raum Alberobello.
7. – 10. Tag (Sa., 10.04.2027 – Di., 13.04.2027)
Von unserem zweiten Standorthotel aus werden wir in mehreren Tagestouren die Halbinsel Salento erkunden. Bei der Reihenfolge, in der wir die verschiedenen Ziele anfahren, werden wir uns auch hier wieder nach dem Stand der Blütenentwicklung richten.
Dune Costiere-Tour:
In östlicher Richtung ist der Naturpark Dune Costiere bei Torre Canne unser Ziel. Hier befindet sich vor allem ein Hotspot der Gattung Serapias: Nicht weniger als 5 Arten (S. apulica, S. bergonii, S. cordigera, S. lingua und S. parviflora) sowie einige Hybriden kommen hier gemeinsam vor, aber auch mehrere Ophrys-Arten. Etwas südlicher sollten wir bei Ostuni und auf dem Rückweg bei Locorotondo unsere Artenliste für die Gattung Ophrys erweitern können, vor allem mit den süditalienischen Endemiten Op. tarentina und Op. celiensis.
Bosco delle Pianelle-Tour:
In der Umgebung von Martina Franca steuern wir zunächst den Bosco delle Pianelle an, wo es schöne Bestände von u.a. Ophrys candica, Op. parvimaculata und Serapias cordigera gibt. Zudem ist dieses Gebiet reich an Ophrys-Hybriden, und mit etwas Glück lässt sich vielleicht auch die rare Ophrys ingrassiae finden. Bei Villa Castelli suchen wir weitere Standorte auf, um u.a. Ophrys apulica, Op. calocaerina, wieder Op. candica, Op. celiensis und Op. tarentina zu beobachten.
Murge-Tour:
Natürlich müssen wir in Alberobello das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Trulli-Ensemble besuchen. Diese historischen Wohngebäude sind nach dem Vorbild von Hirtenhütten erbaut und zeichnen sich durch kegelförmige, ohne Mörtel erbaute Dächer aus Kalksteinplatten aus. Im Anschluss brechen wir zu verschiedenen Orchideen-Standorten bei Grottaglie auf, wo wir u. a. auf schöne Bestände von Orchis italica (in unterschiedlichen Farbvarianten!) hoffen. Etwas nördlicher, wieder in Richtung Martina Franca, geht es beim Bosco Alfieri zu Habitaten von u.a. Ophrys brutia, Op. celiensis, Op. tarentina und Serapias politisii, deren Blüte hier in geschützteren Lagen möglicherweise schon begonnen hat.
Salento-Tour:
Die Gegend um Lecce ist das südöstlichste Ziel unserer Apulien-Reise. Hier besuchen wir zunächst die Sumpfwiesen von Torre Rinalda, wo Anacamptis laxiflora und eventuell schon aufblühende A. palustris wachsen sowie A. x intermedia, die Hybride dieser beiden Arten. Nahe der Adriaküste bei Lecce suchen wir in einem Olivenhain erneut nach Ophrys candica und vor allem nach der auf dieses Gebiet beschränkten Op. tardans. Danach nehmen wir uns Zeit für einen Besuch der Barockstadt Lecce, u. a. mit der bekannten Basilika Santa Croce, aber auch Zeugnissen aus römischer Zeit und dem Mittelalter.
11. Tag (Mi., 14.04.2027): Rückreise
Per Bus geht es zum Flughafen von Bari, um den Rückflug über Rom nach Frankfurt anzutreten. Eine erlebnisreiche Reise geht zu Ende! (F)
Vorbehalt
Änderungen im Programmverlauf (beispielsweise wetterbedingt) behalten wir uns vor.