Die Reise wird uns voraussichtlich 130-150 Vogelarten bescheren. Darunter sind recht wahrscheinlich Zwergscharbe, Rohrdommel, Purpur- und Seidenreiher, Löffler, Schwarzstorch, Brandgans, Moorente, See- und Kaiseradler, Wiesenweihe, Rotfußfalke, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Seeregenpfeifer und zahlreiche andere Limikolen, Weißbart- und Trauerseeschwalbe, Eisvogel, Wiedehopf, die ersten Bienenfresser des Jahres, Blutspecht, Haubenlerche, Braun- und Schwarzkehlchen, Rohrschwirl, Drossel- und Schilfrohrsänger, Sperbergrasmücke, Neuntöter, Pirol, Bartmeise sowie Beutelmeise. Möglich sind auch Kleinralle und Wachtelkönig, und für Überraschungen ist der Seewinkel immer gut. Wir rechnen mit mindestens 7 Reiher-, 11 Greifvogel-/ Falken-, 22 Limikolen-, 5 Möwen- und 4 Rohrsängerarten.
1. Tag (Fr., 24.04.2026): Individuelle Anreise nach Neusiedl am See & Transfer nach Illmitz
Unsere Neusiedler See-Reise startet um 16:00 Uhr am Bahnhof Neusiedl am See. Hier werden Sie von Reiseleiter Klemens Steiof begrüßt. Während der gemeinsamen Fahrt von Neusiedl nach Illmitz erste Beobachtungsstopps entlang der Strecke. Teilnehmern, die nach Wien fliegen, organisieren wir gerne einen Flughafentransfer (gegen Aufpreis). Alternativ fahren Busse stündlich ab Flughafen Wien nach Neusiedl am See (Fahrtdauer etwas über 1 Stunde). Teilnehmern, die mit dem Privat-PKW anreisen, ist es freigestellt, ob sie ebenfalls um 16:00 Uhr am Bahnhof Neusiedl am See eintreffen oder direkt zur Unterkunft in Illmitz fahren.
Diese bietet sich für erste Erkundung der näheren Umgebung, z.B. an die Illmitzer Zicklacke an – ein wunderschönes Rastgebiet diverser Enten und Limikolen. In den Baumreihen um Illmitz oder in den Gärten begegnen wir vielleicht jetzt schon dem Blutspecht.
6 Übernachtungen in einer 4-Sterne-Pension/ Weingut inkl. Frühstück in Illmitz.
2. – 6. Tag (Sa., 25.04. – Mi., 29.04.2026): Tagesexkursionen rund um den Neusiedler See
Die Programmfolge der fünf Exkursionstage richtet sich flexibel nach Wetter, Wasserständen, aktuellen Vogelvorkommen und Zuggeschehen. In trockenen Frühjahren kann es vorkommen, dass einige Lacken wenig bis kein Wasser führen. Die Ausflugstage werden dementsprechend flexibel angepasst. Für eventuelle Regentage steht ein interessantes und schönes Alternativprogramm bereit.
Illmitzer Zicklacke – Geißelsteller
Je nach Wasserständen können hier schon etliche Enten- und Limikolenarten, aber auch Reiher gesehen werden. Der Weg am Geißelsteller ist gut für Kleinvögel, z.B. auch Neuntöter und Sperbergrasmücke.
Illmitzer Wasserstädten – Sandeck
Ein längerer Fußweg führt von Illmitz über die „Wasserstädten“ zum Sandeck. Bei guten Wasserständen sind dies die besten Gebiete für Limikolen. Am Sandeck brüten bisweilen Rotfußfalken.
Neusiedler See – Erkundung des Seevorgeländes
Besuch des Vorgeländes und des Schilfgürtels des Neusiedler Sees. Wir unternehmen eine entspannte Wanderung entlang der Weideflächen mit Tümpeln, Schilf, Weide- und Heckenvegetation. Das Artenspektrum umfasst neben Zwergscharben, Silberreihern, Purpurreihern, Löfflern auch Rohrweihen. Im Schilfdschungel des Neusiedler Sees hoffen wir auf Bartmeise, Beutelmeise und verschiedene Rohrsänger. Mit etwas Glück zeigt sich die Große Rohrdommel.
Lange Lacke
Mehrstündige Wanderung entlang der Langen Lacke mit je nach Wasserstand verschiedenen Limikolen und Entenarten, aber auch Wiesenweihen. Besonders eindrucksvoll ist hier die Steppenvegetation.
St. Andräer Zicksee
Der außerhalb des Nationalparks gelegene See bei St. Andrä war in den letzten Jahren für Seeschwalben, Enten und Nahbeobachtung von Limikolen gut. Zielarten sind balzende Kampfläufer, Weißbart- und Trauerseeschwalbe, Moorente und Ziesel.
Österreichischer Hanság – Waasen
Der Hanság stellt das wichtigste Brutgebiet der Großtrappe innerhalb des Nationalparks dar, die fast das ganze Jahr über hier anzutreffen ist. Wir können die Trappen von zwei Aussichtstürmen aus gut beobachten. Oft werden auch Wiesenweihen gesichtet. Mit etwas Glück lässt sich der seltene Kaiseradler beobachten, der über dem Gebiet seine Kreise zieht. Aber auch Braunkehlchen und andere interessante Kleinvögel können vorkommen.
Oberer Stinkersee, Lettengrube, Aussichtsturm Scheibenlacke („Hölle“)
Je nach Wasserständen können an Stinkersee und Lettengrube verschiedene Limikolenarten gesehen werden. Der Blick in die Lettengrube lohnt sich vor allem abends mit Rückenlicht. Der hohe Aussichtsturm („Hölle“) an der Scheibenlacke gibt einen guten Überblick über die Zonierung des Seeufers und über dem Schilf fliegende Vögel.
Fertö-tó Nationalpark/Ungarn (westlicher Teil) – Mexikopuszta
Der ungarische Teil des Fertő-tó Nationalparks / Ungarn (Westteil) ist weniger erschlossen und bietet vielen Tier- und Vogelarten gute Rückzugsräume. Renaturierungsarbeiten haben die Rückkehr einer artenreichen Vogelwelt ermöglicht. Während unserer Exkursion in der Mexikopuszta werden wir verschiedene Seeschwalben, Limikolen, Reiherarten, aber auch Enten wie Moorenten beobachten können. Gelegentlich zeigen sich hier auch See- und Kaiseradler. Wenn es die Zeit erlaubt, besuchen wir im Anschluss die weitläufige Parkanlage des Rokokoschlosses Esterházy in Fertöd.
Fertö-tó Nationalpark/Ungarn (mittlerer Teil) – Ungarischer Hanság
Wir erkunden eines der wohl attraktivsten Beobachtungsgebiete, den ungarischen Hanság. Zwei Beobachtungstürme (und die Wege dorthin) erschließen das landschaftlich extrem reizvolle Gebiet. Vogelarten wie Bienenfresser (aus einer benachbarten Kolonie), Kaiseradler, Seeadler, Schwarzstorch und Halsbandschnäpper sind hier gut möglich, mit Glück auch die Kleinralle.
Fertö-tó Nationalpark/Ungarn (östlicher Teil) – Nyirkay Hany
Die renaturierte südöstliche Verlandungszone des Hanság wirkt wie ein Magnet auf Wasservögel. Nach einem Dammbruch 1996 wurden die Flächen überflutet. Seitdem erobern die Vögel den Bereich für sich. Von einem Beobachtungsturm aus bieten sich sehr gute Beobachtungsmöglichkeiten und wir hoffen auf Beutelmeise, See- sowie Fischadler und andere Feuchtgebietsvögel.
7. Tag (Do., 30.04.2026): Morgenexkursion, Rückfahrt zum Bahnhof Neusiedl am See & individuelle Rückreise
Morgendliche Exkursion vor dem Frühstück, um nochmals die Gelegenheit zu nutzen, unsere Artenliste zu erweitern. Mittags fährt Reiseleiter Klemens Steiof alle Bahnreisende zurück zum Bahnhof Neusiedl am See. Auf dem Weg letzter Beobachtungsstopp an einer Bienenfresser-Kolonie. Mit etwas Glück ist die erste Vorhut der farbenfrohen Koloniebrüter bereits eingetroffen! Anschließend individuelle Heimreise.
Vorbehalt
Änderungen im Programmverlauf (beispielsweise wetterbedingt) behalten wir uns vor.